| Leon de Winter
| Das Recht auf Rückkehr Endlich kommt der in Holland schon gefeierte neue Roman von Leon de Winter auch auf Deutsch heraus. „Das Recht auf Rückkehr" (Diogenes Verlag) ist ein groß angelegter Roman, der im Tel Aviv des Jahres 2024 spielt. Israel ist auf einen streng gesicherten Stadtstaat zusammengeschrumpft. Bram Mannheim ist einer von denen, die geblieben sind. Er betreibt eine Agentur, die nach verschwundenen Kindern sucht. Auch sein Sohn Bennie verschwand aus heiterem Himmel. Als eine Welle von Selbstmordanschlägen das winzige Land erschüttert, entdeckt er, dass sich dahinter ein ungeheuerliches Geheimnis verbirgt und dass das Verschwinden seines Sohnes durchaus mit Weltpolitik zu tun haben könnte. Er tut alles, um seinen Jungen wiederzubekommen. Auch in diesem Buch zeigt sich wieder, dass Leon de Winter erzählen kann, wie kaum ein anderer (Hajo Steinert). Leon de Winter stellt sein Buch vor am Dienstag, den 15. September 2009, 19.30 Uhr, Jüdisches Museum, Lindenstr. 9-14. Einführung und Gespräch: Henryk M. Broder. In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Berlin.
|
|
| Julius H. Schoeps | Das Erbe der Mendelssohns Biographie einer Familie Kaum eine deutsche Familie hat solch faszinierende Figuren - Bankiers, Denker, Kaufleute, Komponisten - hervorgebracht und unsere Kultur und Geschichte so bereichert und geprägt wie das Geschlecht der Mendelssohns. Eine neue, große Biographie der Familie Mendelssohn
(S. Fischer Verlag), geschrieben auf der Grundlage neuen Quellenmaterials von Julius H. Schoeps, dem renommierten Historiker und Nachfahren der Mendelssohn-Bartholdys, läßt diese Familiengeschichte wieder lebendig werden. Mittwoch, den 30. September 2009, 19.30 Uhr, Akademie der Konrad Adenauer Stiftung, Tiergartenstr. 35.
| |
| Daniel J. Goldhagen | Schlimmer als Krieg Wie Völkermord entsteht und wie er zu verhindern ist Immer wieder steht die Weltöffentlichkeit fassungslos vor brutalen Gewaltausbrüchen, sei es in Afrika, in Fernost oder auch in Europa. Die Politik und die Medien richten ihre Aufmerksamkeit meist erst dann auf die Krisenherde, wenn das Blutvergießen bereits in vollem Gange ist. Montag, den 26. Oktober 2009, 19.30 Uhr, Jüdisches Museum, Lindenstr. 9-14.
|
|
| Luc Bondy | Am Fenster Nach einem Sanatoriumsaufenthalt ist Donatey in seine Züricher Wohnung zurückgekehrt. Es quält ihn nicht nur seine stabilisierte Wirbelsäule, sondern auch die Befürchtung, von seiner jüngeren Freundin verlassen zu werden. Er trinkt Kaffee, raucht, blickt aus dem Fenster und erinnert sich: an die Jahrzehnte als Assistent eines berühmten Regisseurs, an die Großeltern, Offenbacher Juden, denen einst im letzten Moment die Emigration gelang; an seine Mutter, die bis zu ihrem Tode nicht über die genauen Umstände der Flucht berichten wollte; an echte und falsche Freunde. Dieses Romandebüt „Am Fenster" (Zsolnay Verlag) des Meisterregisseurs Luc Bondy ist ein charmantes Capriccio, dessen Lektüre sinnliches Vergnügen bereitet. Es changiert zwischen der Gegenwart des Erzählers und den unterschiedlichen Vergangenheiten, wobei der Autor keine Zweifel daran läßt, wo es sich besser lebt. Luc Bondy liest aus „Am Fenster" am Donnerstag, den 5. November 2009, 20.00 Uhr, Berliner Ensemble, Bertolt-Brecht-Platz 1.
|
|
| David Grossman | Eine Frau flieht vor einer Nachricht Während David Grossman an diesem Roman schrieb, fiel sein zweiter Sohn in den letzten Tagen des Libanon-Krieges. Weil Israel sich in Alarmbereitschaft befindet, meldet sich Ofer im Roman freiwillig für einen Militäreinsatz im Westjordanland. Seine Mutter Ora fährt ihn zur Sammelstelle. Voller böser Vorahnungen beschließt sie, zusammen mit Avram, ihrem Jugendfreund, durch Galiläa zu wandern. Sie hofft, das drohende Unglück zu bannen, indem sie Avram die Geschichte ihres Sohnes Ofer erzählt, und versucht unerreichbar zu sein, falls das Schreckliche geschieht. „Eine Frau flieht vor einer Nachricht" (Hanser Verlag) zeigt, wie unauflöslich das Schicksal der Menschen in Israel mit den politischen Ereignissen des Landes verwoben ist. David Grossman kommt zu uns am Montag, den 30. November 2009, 19.30 Uhr, Jüdisches Museum, Lindenstr. 9-14.
|
|
| In Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Literatur zum Judentum. |
||
|
||
LITERATUR ZUM JUDENTUM JOACHIMSTALER STR. 13 D-10719 BERLIN TELEFON 0 30/8 82 42 50 FAX 0 30/8 85 47 13