Herzliche Einladung
zu den Veranstaltungen der Literaturhandlung

 

Zeruya Shalev
Maria Schrader
Für den Rest des Lebens
Mit ihrem neuen Roman hat Zeruya Shalev wieder einen Hit gelandet. Seit ­Monaten steht er in Israel auf den Bestsellerlisten. Es geht um die schicksalhafte Gebundenheit des Menschen. Wir werden ungefragt zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort geboren, in eine bestimmte Familie hinein. ­Dieses Beziehungsgeflecht, besonders das zwischen Eltern und Kindern, ist stärker als alle Kräfte, die die Familie herausfordern – weder Wut, noch ­Ent­täuschungen oder ­Verletzungen vermögen die Familienbande zu trennen. Mit der Adoption eines Kindes noch einmal von vorne zu beginnen, ist der große Wunsch der Protago­nistin. Kann sie aber damit retten, was sie retten will, ihre Familie?
Zur Buchprämiere ihres neuen Romans „Für den Rest des Lebens“ kommt ­Zeruya Shalev zu uns am

Montag, den 19. März 2012, 19.30 Uhr, Jüdisches Museum, Lindenstr. 9-14.
Den deutschen Text liest die Schauspielerin Maria Schrader.
In Zusammenarbeit mit dem Berlin Verlag und dem Jüdischen Museum zu Berlin.


 
Hilde SchrammMeine Lehrerin, Dora Lux
 "Dr. Dora Lux… war von 1953 bis zum Abitur 1955 meine Geschichtslehrerin in der ­Elisabeth-Thadden-Schule in Heidelberg… Mein Vater ist Albert Speer. Meine Herkunft zwang mir eine frühe und nicht abschließbare Auseinandersetzung mit dem National­sozialismus auf. Für meine Selbstfindung war jedoch der Einfluss von Menschen entscheidend, die eine Gegenwelt zur NS-Ideologie verkörperten; …eine solche Erfahrung verdanke ich meiner Lehrerin."
Viele Jahre lang hat Hilde Schramm dem Leben von Dora Lux nachgeforscht. Dora Lux gehörte zu den ersten Abiturientinnen dieses Landes, war eine Wegbereiterin des Frauenstudiums. In der Weimarer Republik gehörte sie zu den wenigen verheirateten Stadt­rätinnen und zog gleichzeitig zwei Töchter groß. Im Dritten Reich verstieß sie gegen die gesetzlichen Vorschriften, sich als Jüdin registrieren zu lassen, und überlebte.
Hilde Schramm stellt die Biographie (Rowohlt Verlag) dieser mutigen und unangepassten Frau vor am

Dienstag, den 17. April 2012, 19.30 Uhr, Jüdisches Museum, Lindenstr. 9-14.
In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum zu Berlin.


 
Henryk M. BroderVergesst Auschwitz!
Der Fluch der Erinnerung – oder: Warum die Deutschen den Juden nie verzeihen werden

In seinem provokanten Essay (Knaus Verlag) entlarvt der Publizist Henryk M. Broder den Gestus des andauernden Gedenkens deutscher Politiker und öffentlicher Personen als „Erinnerungswahn“. Er sieht ihn als das politisch korrekte Deckmäntelchen eines neuen „sekundären“ Antisemitismus, der sich geschickt als Antizionismus tarnt. Dieser soll Entlastung bringen. Israel ist ein „daily reminder“ daran, was die Nazis in Europa verbrochen haben. Das werden die Deutschen den Juden nie verzeihen. Welche Konsequenzen Henryk M. Broder aus dieser Einsicht für unser Handeln und unsere Erinnerungskultur zieht, hören Sie am

Montag, den 30. April 2012, 19.30 Uhr, Jüdisches Museum, Lindenstr. 9-14.
In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum zu Berlin.


 
In Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Literatur zum Judentum.

 


Karten ab sofort nur in der Literaturhandlung, Tel. 88 24 250.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

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