Herzliche Einladung
zu den Veranstaltungen der Literaturhandlung und
des Förderkreises Literatur zum Judentum

 

Leon de Winter

 

Das Recht auf Rückkehr
Endlich kommt der in Holland schon gefeierte neue Roman von Leon de Winter auch auf Deutsch heraus. „Das Recht auf Rückkehr" (Diogenes Verlag) ist ein groß angelegter Roman, der im Tel Aviv des Jahres 2024 spielt.
Israel ist auf einen streng gesicherten Stadtstaat zusammengeschrumpft. Bram Mannheim ist einer von denen, die geblieben sind. Er betreibt eine Agentur, die nach verschwundenen Kindern sucht. Auch sein Sohn Bennie verschwand aus heiterem Himmel. Als eine Welle von Selbstmordanschlägen das winzige Land erschüttert, entdeckt er, dass sich dahinter ein ungeheuerliches Geheimnis verbirgt und dass das Verschwinden seines Sohnes durchaus mit Weltpolitik zu tun haben könnte. Er tut alles, um seinen Jungen wiederzubekommen.
Auch in diesem Buch zeigt sich wieder, dass Leon de Winter erzählen kann, wie kaum ein anderer (Hajo Steinert). Leon de Winter stellt sein Buch vor am

Montag, den 14. September 2009, 20 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
Einführung und Gespräch: Henryk M. Broder.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus.

 

 
Amos Oz Geschichten aus Tel Ilan

Tel Ilan ist ein kleiner Ort irgendwo im nördlichen Israel. Umgeben von Weinbergen und Olivenbäumen erinnert hier noch manches an die Gründergeneration. Neben den baufälligen Unterkünften der Saisonarbeiter finden sich heute Galerien, Boutiquen und Restaurants. Das unspektakuläre und provinzielle Tel Ilan lebt mittlerweile mehr von Touristen und Schnäppchenjägern als von seiner Landwirtschaft. Amos Oz erzählt von den Einwohnern dieses kleinen Kosmos, von ihren unerfüllten Sehnsüchten, ihrem Scheitern, wir erleben Menschen, die zwischen dem, was hätte sein können und dem, was nie sein wird, ihr Leben führen. Amos Oz, der große israelische Romancier, stellt sein neues Buch (Suhrkamp Verlag) vor am

Donnerstag, den 8. Oktober 2009, 20 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
Den deutschen Text liest der Schauspieler und Künstler Stefan Hunstein.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus und B'nai B'rith.


 
Ralph Giordano
Hildegard Kronawitter
Hans Mommsen
Ludwig Spaenle
Peter Steinbach
70. Jahrestag des Attentatsversuchs von Georg Elser Hildegard
In den Abendstunden des 8. November 1939 scheiterte der Versuch Georg Elsers, Adolf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller umzubringen.
Ein kurzes Symposium in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit soll an Georg Elser und seine Tat erinnern.
Das Symposium findet statt am

Donnerstag, den 22. Oktober 2009, in der Hochschule für Philosophie, Kaulbachstr. 31. Beginn: 15.30 Uhr mit der Begrüßung durch Herrn Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle.
Ausführliches Programm liegt bei.

 

 
Daniel J. Goldhagen Schlimmer als Krieg
Wie Völkermord entsteht und wie er zu verhindern ist

Immer wieder steht die Weltöffentlichkeit fassungslos vor brutalen Gewaltausbrüchen, sei es in Afrika, in Fernost oder auch in Europa. Die Politik und die Medien richten ihre Aufmerksamkeit meist erst dann auf die Krisenherde, wenn das Blutvergießen bereits in vollem Gange ist.
Der amerikanische Politologe Daniel Goldhagen, der vor allem mit seinem Bestseller „Hitlers willige Vollstrecker. Ganz gewöhnliche Deutsche und der Holocaust" Furore machte, geht in seinem neuen Buch „Schlimmer als Krieg" (Siedler Verlag) der Frage nach, wie überhaupt derartige Konflikte entstehen, was Menschen dazu bringt, ihre Nachbarn - Männer, Frauen und Kinder - zu töten. Wie beginnt das Morden? Und wie hört es wieder auf? Warum sehen wir meist tatenlos zu, wenn irgendwo ein Völkermord statt findet, und was können wir dagegen tun?
Wir hören Daniel Goldhagen am

Dienstag, den 27. Oktober 2009, 20 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
Einführung und Moderation: Stephan Sattler, Focus Kultur.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus, dem Siedler Verlag und B'nai B'rith.

 

 
Hermann Lenz
Peter Hamm
Neue Zeit
Die „Einladung, Hermann Lenz zu lesen" hat Peter Handke ausgesprochen. Die Wiederauflage des dritten autobiographischen Romans von Hermann Lenz, „Neue Zeit" (Bibliothek Suhrkamp), ist dafür ein guter Anlass. „Neue Zeit" gehört zu den wenigen authentischen Romanen über den Zweiten Weltkrieg. Er beginnt Ende der 30er Jahre und schließt mit dem Ausgang des Krieges. Mit präzisen Beobachtungen und äußerster Sensibilität wird hier der nationalsozialistische Alltag von einem beschrieben, der sich nicht zugehörig fühlt und schon früh erkennt, wie menschenverachtend das Regime ist. Er erlebt es unmittelbar, denn er verliebt sich in die jüdische Kommilitonin Hanni Treutlein.
Der Autor und Literaturkritiker Peter Hamm führt kurz in den Roman ein und liest daraus am

Dienstag, den 10. November 2009, 19 Uhr, in der Literaturhandlung, Jüdisches Museum, St.-Jakobs-Pl. 16.
Hanne Lenz
ist anwesend.
In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum.

 

 
David Grossman  Eine Frau flieht vor einer Nachricht
Während David Grossman an diesem Roman schrieb, fiel sein zweiter Sohn in den letzten Tagen des Libanon-Krieges.
Weil Israel sich in Alarmbereitschaft befindet, meldet sich Ofer im Roman freiwillig für einen Militäreinsatz im Westjordanland. Seine Mutter Ora fährt ihn zur Sammelstelle. Voller böser Vorahnungen beschließt sie, zusammen mit Avram, ihrem Jugendfreund, durch Galiläa zu wandern. Sie hofft, das drohende Unglück zu bannen, indem sie Avram die Geschichte ihres Sohnes Ofer erzählt, und versucht unerreichbar zu sein, falls das Schreckliche geschieht. „Eine Frau flieht vor einer Nachricht" (Hanser Verlag) zeigt, wie unauflöslich das Schicksal der Menschen in Israel mit den politischen Ereignissen des Landes verwoben ist.
David Grossman kommt zu uns am

Dienstag, den 17. November 2009, 20 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
Den deutschen Text liest der Schauspieler Axel Milberg.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus, dem Carl Hanser Verlag und B'nai B'rith.


 
Film Die Seele eines Mörders
Nach dem Roman „Denn die Seele ist in deiner Hand" von Batya Gur

Batya Gur benützte das Genre des Krimis, um über Israels Gesellschaft und Politik zu schreiben. Den sephardischen Inspektor Michael Ochajon lässt sie nach ihrem phänomenalen Erstlingserfolg in weiteren fünf Romanen ermitteln. „Die Seele eines Mörders" ist der erste von Batya Gurs Krimis, den das ZDF in der Produktion von Hermann Kirchmann und Martin Hoffmann verfilmt.
Auf dem Dach eines heruntergekommenen Hauses in Jerusalem liegt die Leiche einer schönen Frau. Kommissar Ochajon, gespielt von Heiner Lauterbach, ermittelt. Den deutschen Part des binational besetzten Ensembles vervollständigen Marie-Lou Sellem, Maria Schrader, Nicole Heesters und Michael Degen. Die israelischen Schauspieler führt Dvir Benedek an. Die Regie hat Peter Keglevic und das Drehbuch stammt von Wolfgang Stauch.
In Zusammenarbeit mit der Film- und Fernsehproduktion filmpool, dem ZDF, dem Literaturhaus und B'nai B'rith zeigen wir den Film am

Sonntag, den 22. November 2009, 17 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
Ein kleiner Empfang beschließt den Abend.


 
Claus Stephani Blumenkind
Nachdem ihr Mann Jacob von den Wölfen geholt wird, muß die Jüdin Beila ihr geliebtes Dorf verlassen. Jahre der Angst und der Entbehrung liegen vor ihr, aber auch Begegnungen der Leidenschaftlichkeit. Das Blumenkind ist ein Kind der Liebe, es wird auf blühenden Sommerwiesen gezeugt. Nach seiner Geburt ist sie gezwungen, weiterzuziehen, bis in die östlichen Karpaten, in die Bukowina und schließlich in das verträumte, weltabgeschiedene Marmatien. Hier blühen alte Mythen und Märchen, hier leben Juden, Ruthenen, Rumänen, Ungarn, Slowaken und Zigeuner Seite an Seite bis die Faschisten kommen. Jahrzehnte später, 1965, macht sich Maria, Beilas „Blumenkind", auf den Weg in diese Region, um dem Schicksal ihrer Mutter auf die Spur zu kommen und verliebt sich dort tragisch selbst in ein Blumenkind. Claus Stephanis erster Roman (SchirmerGraf Verlag) basiert auf einer wahren Geschichte.
Der 1938 in Brasov (Kronstadt) geborene Autor studierte in Bukarest und lebt seit 1990 in München. Er ist passionierter Sammler und wissenschaftlicher Publizist ostjüdischer Märchen und Lebensberichte. Sein Debüt roman liest sich wie ein ostjüdisches Märchen, dessen Sog man sich nicht entziehen kann. Claus Stephani liest aus dem „Blumenkind" am

Dienstag, den 1. Dezember 2009, 19 Uhr, in der Literaturhandlung, Jüdisches Museum, St.-Jakobs-Pl. 16
In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum, dem SchirmerGraf Verlag und B'nai B'rith.

 

 
Luc Bondy Am Fenster
Nach einem Sanatoriumsaufenthalt ist Donatey in seine Züricher Wohnung zurückgekehrt. Es quält ihn nicht nur seine stabilisierte Wirbelsäule, sondern auch die Befürchtung, von seiner jüngeren Freundin verlassen zu werden.
Er trinkt Kaffee, raucht, blickt aus dem Fenster und erinnert sich: an die Jahrzehnte als Assistent eines berühmten Regisseurs, an die Großeltern, Offenbacher Juden, denen einst im letzten Moment die Emigration gelang; an seine Mutter, die bis zu ihrem Tode nicht über die genauen Umstände der Flucht berichten wollte; an echte und falsche Freunde.
Dieses Romandebüt „Am Fenster" (Zsolnay Verlag) des Meisterregisseurs Luc Bondy ist ein charmantes Capriccio, dessen Lektüre sinnliches Vergnügen bereitet. Es changiert zwischen der Gegenwart des Erzählers und den unterschiedlichen Vergangenheiten, wobei der Autor keine Zweifel daran läßt, wo es sich besser lebt. Luc Bondy liest aus „Am Fenster" am

Sonntag, den 13. Dezember 2009, 17 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus und B'nai B'rith.

 

 
Wir danken dem Kulturreferat München für die freundliche Unterstützung.

 


Telephonische Kartenreservierung ab sofort in der Literaturhandlung, Tel. 089-280 01 35.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

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