Herzliche Einladung
zu den Veranstaltungen der Literaturhandlung und
des Förderkreises Literatur zum Judentum

 

Eva Umlauf"Die Nummer auf deinem Unterarm ist blau wie deine Augen"
Erinnerungen

"Vergessen Sie das Kind, es wird nicht leben." Diese Worte erschüttern Eva Umlaufs Mutter Anfang 1945 in Auschwitz. Ihre Tochter ist zwei Jahre alt, abgemagert und todkrank. Sie ist kaum zwei Jahre, als ihr in Auschwitz eine Nummer eintätowiert wird. Sie gehört zu den jüngsten Überlebenden. Eva Umlauf erinnert sich nicht an diese Zeit. Dennoch prägt diese Vergangenheit ihr ganzes Leben. Lange verdrängt sie die Auseinandersetzung mit den Gefühlen der Fremdheit und Heimatlosigkeit. Erst als sie einen Herzinfarkt erleidet, stellt sie sich der Vergangenheit. "So schmerzhaft der Weg ist, ich muss ihn gehen – für mich selbst und für die Zukunft meiner Kinder und Enkel."

Die Kinderärztin und Psychotherapeutin lebt in München. Sie ist Mutter dreier Söhne. Eva Umlauf stellt ihre Erinnerungen vor am

Donnerstag, den 17. März 2016, 20 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus, Hoffmann und Campe Verlag und B’nai B’rith.


 
Hans PleschinskiIch war glücklich, ob es regnete oder nicht
Lebenserinnerungen von Else Sohn-Rethel


Ein Glücksfall beschert uns die Erinnerungen von Else Sohn-Rethel (1853-1933), herausgegeben und behutsam kommentiert von Hans Pleschinski. Es sind lebendige, beherzte und kluge, liberale Memoiren einer Frau aus dem deutsch-jüdischen Großbürgertum, wie sie in dieser Form einmalig sind: Rauschende Feste in Dresden und Düsseldorf, prägende Ereignisse der Belle Epoque und der Gründerzeit, ein Ambiente, in dem alle wichtigen Künstler der Zeit verkehrten, aber auch Krieg und Cholera wüteten. In diesen Erinnerungen spiegelt sich das Bild des deutschen assimilierten Judentums vor der Vernichtung, ein unschätzbares Zeitzeugnis.
 Hans Pleschinski, der vielfach ausgezeichnete Autor, dessen "Königsallee" (2013) ein Bestseller wurde, stellt die Erinnerungen vor am


Montag, den 4. April 2016, 20 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus, dem Verlag C. H. Beck und B’nai B‘rith.


 
David GrossmanKommt ein Pferd in die Bar
Der neue Roman von David Grossman (Hanser Verlag) spielt in einem einzigen Saal in einer Kleinstadt in Israel. Der Stand-up-Comedian Dovele Grinstein, Sohn einer Holocaust-Überlebenden, tritt hier an seinem 57. Geburtstag auf. Für eine gute Pointe gab er schon immer alles. Ein Witz folgt dem anderen. Doch dann holt ihn die Vergangenheit ein und er erzählt seine eigene Geschichte. Dem Kleinstadtpublikum vergeht das Lachen. Es ist eine Geschichte von großer psychologischer Raffinesse und tief berührend.
Lesung mit David Grossman (in Deutsch und Englisch) am


Donnerstag, den 7. April 2016, 20 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.


Moderation: Julika Griem. Deutsche Lesung

In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus.

 


 
Maxim BillerBiografie
Maxim Biller hat den jüdischsten, amerikanischsten, komischsten Roman der deutschen Gegenwart geschrieben. Es ist die Geschichte von Soli und Noah, beste Freunde und fast Brüder seit ihrer Bar-Mizwa in der Hamburger Synagoge im Jahr 1976, verbunden durch ihre Herkunft, ihren Humor und ihre bizarren sexuellen Fantasien – und gemeinsam verstrickt in eine groteske Erpressungs- und Entführungsstory globalen Ausmaßes.
 Dieses Buch ist alles: Entwicklungs-, Liebes-, Künstler-, Familien-, Wende-, Spannungs-, -Heimat- und Holocaustroman. Schnell, episch, dialogisch und bei aller Ernsthaftigkeit sehr komisch.
Maxim Biller kommt zu uns am

Donnerstag, den 14. April 2016, 20 Uhr, Münchner Kammerspiele.
Moderation: Adam Soboczynski, Feuilletonchef "Die Zeit". 
Der Schauspieler Thomas Schmauser liest die Texte.

In Zusammenarbeit mit den Kammerspielen und dem Verlag Kiepenheuer & Witsch.


 
Peter Hamm
Udo Wachtveitl
Ilja Ehrenburg: "Das bewegte Leben des Lasik Roitschwantz"
Endlich erscheint Ilja Ehrenburgs originellster und persönlichster Roman von 1928 wieder. Er zählt zu den schönsten der jüdischen Literatur. Der kleine jüdische Herrenschneider Lasik Roitschwantz wird vom Hunger durchs Leben und über Grenzen getrieben. Er verliert sein Geschäft und seine Heimat. Er wird zum Flüchtling, der nach einer langen Odyssee endlich im gelobten Heiligen Land eintrifft und am heiligsten Feiertag des Jahres neben dem Grab der biblischen Rahel verhungert. Es ist ein beseeltes Buch voller Phantasie. 
Peter Hamm hat der Neuauflage ein großartiges Nachwort beigefügt. 
Zusammen mit dem Schauspieler Udo Wachtveitl stellt Peter Hamm das Buch vor am

Montag, den 25. April 2016, 20 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus, Die Andere Bibliothek und B’nai B‘rith.


 
Christian Buckard
Moshé Feldenkrais
Der Mensch hinter der Methode – Der Mensch in der Methode
Die Feldenkraismethode ist weltberühmt, doch der Mensch, nach dem sie benannt wurde, nahezu unbekannt. Anhand von Auszügen aus Feldenkrais‘ unveröffentlichter Autobiographie, Gesprächen mit Zeitzeugen und bisher unbekanntem Archiv- und Fotomaterial erzählt Christian Buckard erstmals in München aus der abenteuerlichen Geschichte des charismatischen Forschers – ein Jahrhundertleben. Lea Wolgensinger erinnert sich an Moshé Feldenkrais als Mensch und Lehrer.

Mittwoch, den 11. Mai 2016, 20 Uhr, Gasteig, Black Box.
In Zusammenarbeit mit dem Feldenkrais-Verband Deutschland, Regionalgruppe München.


 
Michael Wolffsohn Zivilcourage. Wie der Staat seine Bürger im Stich lässt

Im Gespräch mit Alois Glück


Nach seinem politischen Entwurf zu einem Weltfrieden greift der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn wieder ein brisantes Thema auf: Zivilcourage ist eine Tugend, die höchstes Ansehen genießt, aber tödlich enden kann. Die Aufforderung des Staates zur Zivilcourage bedeutet immer auch einen Aufruf, Leib und Leben zu riskieren. Doch die zentrale Aufgabe des zivilisierten Staates ist der Schutz seiner Bürger. Michael Wolffsohn spitzt diese Thematik zu und gibt zu bedenken, ob der Staat mit der Aufforderung zur Zivilcourage sich nicht selbst abschafft.
 Im Gespräch mit dem Politiker Alois Glück, Landtagspräsident im Bayerischen Landtag und bis 2015 Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, stellt Michael Wolffsohn sein neues Buch "Zivilcourage" vor am

Montag, den 30. Mai 2016, 20 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.

Einführung und Moderation: Jerzy Montag, Rechtsanwalt und Politiker.

In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus, dtv und B‘nai B‘rith.


 


Wir danken dem Kulturreferat München für die freundliche Unterstützung.

Telephonische Kartenreservierung ab sofort in der Literaturhandlung, Tel. 089-28 00 135.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

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