Herzliche Einladung
zu den Veranstaltungen der Literaturhandlung und
des Förderkreises Literatur zum Judentum

 

Michael Kogon'Lieber Vati. Wie ist denn das Wetter bei Dir?'
Michael Kogon, 1928 in Wien geboren, ist der ältere Sohn des großen deutschen Nachkriegs­publizisten Eugen Kogon. In seinem Buch "Lieber Vati. Wie ist das Wetter bei Dir?" (Droemer) schildert er die dramatische Geschichte seiner Familie im Nationalsozialismus. Direkt im "An­schluss" Österreichs an Hitler­-Deutschland war sein Vater im März 1938 verhaftet worden.
Sieben Jahre hielt ihn die Gestapo gefangen, zuletzt im KZ Buchenwald. Kurz nach seiner Be­freiung 1945 schrieb Eugen Kogon das Grundlagenwerk "Der SS-Staat". Michael Kogon ergänzt seine Erinnerungen mit Briefen und Kassibern, die sein Vater aus der Haft herausschmuggeln konnte, mit Briefen seiner Mutter an ihren Mann und mit sämtlichen Kinderbriefen, die ihm seine Söhne in die Haft schrieben. Entstanden ist daraus eine durch die Unmittelbarkeit der Zeit­zeugnisse beeindruckende Erfahrungsgeschichte des Dritten Reiches.
Michael Kogon stellt sein Buch im Gespräch mit dem Historiker Nobert Frei vor am

Montag, den 6. Oktober 2014, 20 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus und B’nai B’rith.


 
JahrhundertbriefeNach dem großen Erfolg setzen wir die Reihe "Jahrhundertbriefe" in den Kammerspielen fort.
Wir beginnen mit dem Briefwechsel zum 150. Geburtstag von Richard Strauss.
Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal (1900-1929)
Einführung: Jens Malte Fischer
Der Briefwechsel zwischen dem Komponisten Richard Strauss und dem Lyriker und Dramatiker Hugo von Hofmannsthal gehört zu den großen kulturgeschichtlichen Dokumenten. Hier treffen ein Komponist und ein gleichrangiger Dichter zusammen, deren Naturelle zwar nicht unterschiedlicher sein könnten, die aber doch in ihrer künstlerischen Arbeit zusammenfinden. Der Briefwechsel gibt einen tiefen Einblick in ihre Werkstatt.
Es lesen: Wolfgang Pregler und Stefan Hunstein

Dienstag, 14. Oktober 2014, 20 Uhr, Münchner Kammerspiele.
Eine Kooperation mit den Münchner Kammerspielen und der Offenen Akademie der MVHS.


 
Meir ShalevZwei Bärinnen
In einem Dorf im Norden Israels begehen im Jahr 1930 drei Bauern Selbstmord. So steht es in den Akten, aber alle im Dorf wissen, dass nur zwei der angeblichen Selbstmörder Hand an sich gelegt haben. Siebzig Jahre sind seither vergangen. Die Lehrerin Ruta Tavori weiß, wer den drit­ten Mann ermordet hat und will nun davon erzählen.
Aus der Perspektive dieser Frau entfaltet sich eine erschütternde Familiensaga über Menschen, die ihren Instinkten und Emotionen folgen: ihrer Liebe ebenso wie ihrem Hass.
Monatelang stand der neue Roman des großen Erzählers Meir Shalev in Israel auf der Bestsellerliste.
Meir Shalev stellt "Zwei Bärinnen" (Diogenes) vor am

Sonntag, den 19. Oktober 2014, 17 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
Den deutschen Text liest der Schauspieler Stefan Hunstein.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus und B’nai B’rith.


 
Michel BergmannAlles was war
Nach seiner hinreißenden Romantrilogie über die "Teilachers", jüdische Handelsvertreter im Nachkriegsdeutschland, erzählt Michel Bergmann wieder mit viel Witz und voller Melancholie über eine Kindheit im Deutschland der 1950er Jahre.
Ein alter Mann beobachtet heimlich ein Kind. Wie der Zehnjährige zur Schule geht, wie er zu Hause am Bett seines kranken Vaters sitzt, wie er am Zeitungsstand neben der "Quick" und "Revue" die Comics entdeckt, im Café Kranzler Kakao trinkt.... Wer ist der alte Mann, der so viel über den Jungen weiß? Als der Kleine sich plötzlich umdreht und ihm in die Augen sieht, bricht der Mann zusammen und stirbt. Eine magische Geschichte über das Leben im Rückblick und über das Kind in uns, das nie alt wird.
Michel Bergmann stellt sein neues Buch (Arche) vor am

Montag, den 3. November 2014, 20 Uhr, im Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus und B’nai B‘rith.


 
JahrhundertbriefeErika Mann: Mein Vater, der Zauberer
Aus dem Briefwechsel mit Katja und Thomas Mann (1939-1955)
Einführung: Dirk Heißerer

Erika Mann war Thomas Manns Lieblingskind und sie hat wesentliche Etappen seines Weges be­gleitet und beeinflusst. Als Thomas Mann 1938 Europa verließ und ins amerikanische Exil über­siedelte, war es Erika, die ihm half, sich in der Neuen Welt zurechtzufinden. In seinem letzten Jahrzehnt wurde sie seine engste Mitarbeiterin. Die Briefe vermitteln ein aufschlussreiches Bild Thomas Manns – eine Nahaufnahme des Schriftstellers, wie sie nur einer engen Vertrauten möglich ist – , und sie zeigen die Geschichte einer außergewöhnlichen Eltern-Tochter-Beziehung.
Es lesen: Wiebke Puls und Hans Kremer

Donnerstag, den 20. November 2014, 20 Uhr, Münchner Kammerspiele.
Eine Kooperation mit den Münchner Kammerspielen und der Offenen Akademie der MVHS.


 
Adriana AltarasDoitscha
Eine jüdische Mutter packt aus

David ist nicht nur hochbegabt, sondern auch hochpubertär und raunzt seinen westfälischen Vater beim Abendessen regelmäßig mit "Ey, Doitscha" an, was immer wieder zum familiären Eklat führt. Deutscher zu sein, ist keine einfache Sache, gesteht Adriana Altaras, erst recht nicht in einer jüdischen Familie…
Nach ihrem hochgelobten Bestseller "Titos Brille" legt die 1960 in Zagreb geborene und mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin und Regisseurin ein kluges und vielstimmiges Porträt jüdisch-deutscher Gegenwart vor. Zugleich ist "Doitscha" (Kiepenheuer & Witsch) ein einpräg­sames Buch über Familie in all ihren tröstlichen und irrsinnigen Facetten.
Adriana Altaras kommt zu uns am

Montag, den 24. November 2014, 20 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus und B’nai B‘rith.


 
Thomas MedicusHeimat
Eine Suche

Thomas Medicus, 1953 im mittelfränkischen Gunzenhausen geboren, schildert in "Heimat"
(Rowohlt Berlin) eine Kindheit wie aus dem Bilderbuch. Scheinbar unberührt vom Krieg wächst ein Junge in den 50er Jahren im idyllischen Städtchen Gunzenhausen auf. Erst Jahrzehnte später stößt er als junger Mann auf ein furchtbares Kapitel der Stadtgeschichte: Am Palmsonntag 1934 fand hier das erste große Pogrom Nazi-Deutschlands statt. Und er macht unversehens noch eine weitere Entdeckung: Der von ihm bewunderte amerikanische Autor J. D. Salinger, von Erlebnis­sen an der Front schwer traumatisiert, war nach dem Krieg als Soldat im Ort stationiert.
Thomas Medicus erzählt in seinem Buch die Geschichte seiner Familie von den Anfängen der Nazizeit über Krieg und "Stunde Null" bis weit in die Bundesrepublik hinein. Zugleich rekonstruiert er das vernichtete jüdische Leben in Gunzenhausen und die Welt Salingers. Poetisch nä­hert er sich dem an, was man Heimat nennt.
Er kommt zu uns am

Dienstag, den 9. Dezember 2014, 19 Uhr, Literaturhandlung, St.-Jakobs-Platz 16.
Moderation und Gesprächsleitung: Andreas Zielcke (Süddeutsche Zeitung).

In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum und B’nai B‘rith.


 
JahrhundertbriefeIngeborg Bachmann und Hans Werner Henze
Briefe einer Freundschaft 1952-1972
Einführung: Peter Hamm

Im Herbst 1952 begegnen sich Hans Werner Henze und Ingeborg Bachmann zum ersten Mal. Der aufstrebende Komponist erkennt rasch eine Seelenverwandte in der jungen Lyrikerin, die mit Worten sagen kann, was er mit seiner Musik ausdrückt. Ein Briefwechsel beginnt, der zwei Jahr­zehnte anhalten sollte. Geprägt ist er von Pathos, Überschwang und bald auch von Verzweiflung. Alle Freude und Trauer sind unmittelbar spürbar in den Briefen.
Es lesen: Annette Paulmann und Peter Brombacher

Mittwoch, den 14. Januar 2015, 20 Uhr, Münchner Kammerspiele.
Eine Kooperation mit den Münchner Kammerspielen und der Offenen Akademie der MVHS.


 
JahrhundertbriefeAllen Ginsberg und Jack Kerouac
Ruhm tötet alles. Briefwechsel 1944-1969
Einführung: Michael Kellner

Die beiden großen Helden der Beat-Literatur schrieben sich unermüdlich, von ihrem ersten Tref­fen im Jahr 1944 bis zu Kerouacs Tod 1969. Alles, was für sie von Belang war, diskutieren die beiden Schriftsteller in diesen Briefen. Sie empfehlen sich Bücher, verreißen Autoren, tauschen Gedichte aus, kritisieren sich schonungslos. "Ihr seid ein Haufen unbedeutender Literatur-Ego­manen", schreibt Kerouac an Ginsberg 1952. Pathos und Wahnsinn, Hass und Liebe, Poesie und Sehnsucht sprechen ebenso aus diesen Zeilen wie scharfer Verstand, leise Ironie und schneiden­der Zynismus.
Es lesen: Steven Scharf und Edmund Telgenkämper.

Montag, den 16. Februar 2015, 20 Uhr, Münchner Kammerspiele.
Eine Kooperation mit den Münchner Kammerspielen und der Offenen Akademie der MVHS.


 


Wir danken dem Kulturreferat München für die freundliche Unterstützung.


 


Telephonische Kartenreservierung ab sofort in der Literaturhandlung, Tel. 089-28 00 135.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

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